Spätestens seit den Oster-Tanztagen in Obersteinbach 2010 wird Prekid kolo in einigen deutschen Tanzkreisen gerne getanzt. Seine Herkunftsgeschichte weist – wie so oft – in die USA und von dort weiter zurück zu seinem Ursprung im damaligen Jugoslawien. Weiterlesen „Prekid kolo“
Autor: HM
Dâlgata – oder: Wie kommt das Mädchen zu den Blutegeln?
Wer sich eingehender auf die Texte bulgarischer Tanzlieder einläßt, erlebt manchmal Überraschungen. Im Text zu dem bulgarischen Tanz Dâlgata (Belčo Stanev 2003) hört man beispielsweise die folgenden Zeilen:
Die Augen meiner Liebsten, liebe Mutter, sind [wie] schwarze Kirschen (cârni čereši: Севдините очи, мила мамо, църни са череши).
Die Brauen meiner Liebsten, liebe Mutter, sind [wie] Blutegel (morski pijavici: Севдините веги, мила мамо, морски пиявици). Weiterlesen „Dâlgata – oder: Wie kommt das Mädchen zu den Blutegeln?“
Folkloretanzmusik: Kopien verkaufen?
Neulich wurde ich gefragt: „Verkaufst du Musik zu all den Tanzbeschreibungen, die du auf deiner Website hast?”
Eine in zweierlei Hinsicht merkwürdige, aber auch nicht ungewöhnliche Frage. Nicht ohne Grund warne ich in den Erläuterungen zu meinen Tanzbeschreibungen davor, diese zum Praxiserwerb zu benutzen – ich kenne ja „meine Pappenheimer”. Auch dieser Frager scheint „das Pferd von hinten aufzuzäumen” und sich mit Hilfe der Tanzbeschreibungen und der Musik, die er noch nicht hat, die Tänze aneignen zu wollen. Weiterlesen „Folkloretanzmusik: Kopien verkaufen?“
Teško oro
Man muß den Teško oro aus Makedonien und den Teško oro aus Serbien voneinander unterscheiden – das sind zwei völlig verschiedene Tänze. Weiterlesen „Teško oro“
Bugeacul
Der rumänische Bugeacul ist, nachdem er vor knapp vierzig Jahren im hiesigen Folkloretanz auftauchte, merkwürdigerweise weitgehend in Vergessenheit geraten – zu Unrecht, wie uns scheint. Weiterlesen „Bugeacul“
Hora miresii
„Brauttanz” heißt der Name des Tanzes aus Rumänien. Mit diesem Hinweis auf die reichhaltigen Details einer traditionellen Hochzeitszeremonie, mit dem getragenen Klang des Tanzliedes und den ganz besonders ruhigen Tanzschritten hebt die Hora miresii sich von der großen Masse der Folkloretänze deutlich ab und weckt vielleicht bei uns Tänzerinnen und Tänzern die Neugier, das Bedürfnis, Genaueres zu erfahren. Weiterlesen „Hora miresii“
Wo sind unsere Reigen geblieben?
In Deutschland ist der Reigen wohl in der Literatur und in der Musik anzutreffen, sucht man ihn aber unter den deutschen Volkstänzen, ist er höchstens noch in Spuren zu finden. Es muß ihn als Tanz aber einst gegeben haben, ursprünglich unter der Bezeichnung „Reihen”, sonst wäre er nicht in den erwähnten Quellen belegt. Wo ist unser Reigen geblieben? Weiterlesen „Wo sind unsere Reigen geblieben?“
U Kruševo ogin gori
Ein makedonischer Tanz mit einem auffälligen Namen: „In Kruševo brennt es” – nicht etwa „Kruševsko oro”, wie makedonische Tänze sonst meist heißen. Korrekt müßte es lauten Weiterlesen „U Kruševo ogin gori“
Khosidl
heißt „im chassidischen Stil“, „der Chassidentanz“. Er wird nicht von den Chassiden getanzt, sondern er zeigt, wie die Nichtchassiden sich die Chassiden bei ihrer Tanzbegeisterung vorstellen. Weiterlesen „Khosidl“
Rukavice s prstima
– „Handschuhe“, ist die slavonische Version. Es gibt eine Reihe Kreistänze aus Slavonien, die mit vier lang-kurz-kurz-Wippschritten nach links anfangen und vier nach rechts. Weiterlesen „Rukavice s prstima“